Die Albulabahn
( Thusis
- St. Moritz )

Ge 6/6 II 702 mit Schnellzug
590 im Bahnhof von St. Moritz am 30. Januar 2002. (© D. Dietrich / 2003)
Die Albulabahn ist der
technisch anspruchvollste Streckenteil
im Stammnetz der Rhätischen Bahn. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Thusis im
Albulatal. Der Endpunkt befindet sich in St. Moritz im sonnigem Engadin.
Zwischen Thusis und Preda muss ein Höhenunterschied von 1092 m auf einer
Streckenlänge von ca. 45 km überwunden werden. Das alles passiert ohne
Zahnstange. Die maximale Steigung liegt bei 35 o/oo im Streckenabschnitt
zwischen Filisur und Preda. Insgesamt sind auf der Albulabahn 37 größere
Tunnels und 45 größere Brücken zu überwinden. Die wichtigsten Bauwerke sind der
Soliser Viadukt (Höhe: 85 m / Länge 163,8 m) und der Landwasserviadukt (Höhe:
65 m / Länge 141,7 m). Im Bahnhof Filisur zweigt die Strecke durch das
Landwassertal nach Davos ab. Hier verkehren Pendelzüge von / nach Davos. Der
Scheitelpunkt der Albula Bahn ist auf 1823 m über dem Meer im Albulatunnel.
Dieser erstreckt sich von Preda (Albulatal) bis Spinas (Engadin) und hat eine
Länge von 5865 m. Der Streckenabschnitt im Engadin verläuft dann relativ eben.
Eröffnet wurde die Strecke Thusis - St. Moritz am 1. Juli 1903.
Im Reisezugdienst sind seit 1996 die modernen Ge 4/4 III 641-652 anzutreffen.
Gelegentlich verkehren aber auch noch Ge 6/6 II 701-707, deren
Haupteinsatzgebiet der Güterverkehr ist. Leider betreibt die RhB die Unsitte
Werbeflächen an den Loks Ge 4/4 III zu vermieten, was ein Fotografieren der
Reisezüge fasst unmöglich macht. Momentan sind nur die 642 und 652 werbefrei.
Güterzüge lassen sich noch problemlos fotografieren. Nur selten sind die Loks
Ge 4/4 III vorgespannt. Die Lokumläufe hängen täglich im Bahnhof Filisur aus.
Der Güterverkehr bildet einen großen Bestandteil der Rhätischen Bahn. Die
wichtigsten Transportgüter sind Rundholz nach Italien, flüssige Brennstoffe,
Baustoffe wie Zement und Kalk. Lebensmittel für die Supermarktketten COOP, Volg
und Usego werden ebenfalls befördert. Mittlerweile wird auch Abfall aus dem Engadin
über die Rhätische Bahn transportiert. In Samedan wurde im Jahr 2001 ein
modernes Güterumschlagzentrum in betrieb genommen.
Der berühmteste Zug ist der Glacier Express, welcher von St. Moritz nach
Zermatt verkehrt. Er benötigt für die knapp 300 km ca. 8 Stunden. Eine
Reservierung ist für den Glacier Express obligatorisch. Kurzfristig ist kaum
noch ein Platz zu haben.
Im Jahr 2002 unterhält die RhB noch einige historische Fahrzeuge, die
regelmäßig für Sonderfahrten eingesetzt werden. Nennenswert sind die beiden
Dampfloks G 4/5 107, 108 und die Ge 6/6 411, 412, 415. Selten kommt auch
die Ge 4/6 353, die einzige betriebsfähige ihrer Art, zum Einsatz. Die Ge 6/6
411 kann momentan am Vereinatunnel in Selfranga beobachtet werden. Sie wird
dort mit einem Reservezug im Tunnelverkehr vorgehalten.
|
Übersicht Güterzugumläufe
Albulabahn |
|
Zug-Nummer |
von |
nach |
Abfahrt |
Ankunft |
Bemerkungen |
|
|
|||||
|
5515 |
Landquart |
Pontresina |
05:30 Uhr |
10:22 Uhr |
Mo - Fr |
|
5524 |
Samedan |
Chur |
06:50 Uhr |
10:34 Uhr |
Mo
- Fr |
|
5533 |
Chur |
St. Moritz |
10:00 Uhr |
12:45 Uhr |
Mo -
Fr |
|
5537 |
Landquart |
St. Moritz |
10:35 Uhr |
14:45 Uhr |
Mo -
Fr |
|
5546 |
Pontresina |
Landquart |
10:35 Uhr |
14:31 Uhr |
Mo
- Fr |
|
5552 |
St.
Moritz |
Landquart |
11:25 Uhr |
15:43 Uhr |
Mo -
Fr |
|
5553 |
Landquart |
Samedan |
12:43 Uhr |
16:34 Uhr |
Mo -
Fr |
|
5561 |
Landquart |
Samedan |
15:00 Uhr |
18:27 Uhr |
Mo -
Fr |
|
5569 |
Landquart |
Samedan |
15:42 Uhr |
19:24 Uhr |
Mo - Fr |
|
5576 |
Samedan |
Landquart |
17:20 Uhr |
20:12
Uhr |
Mo -
Sa |
|
5586 |
Samedan |
Landquart |
19:20 Uhr |
22:00 Uhr |
Mo - Fr |
Zug-Nummer 5537 /5576 / 5586 verkehrt nur vom 28. Mai - 1. Dezember
und 30. April - 9. Juni. Alle Fahrzeiten sind ungefähre
Richtzeiten.